Fachsektion Hydrogeologie e.V.

in dem Deutsche Geologische Gesellschaft -
Geologische Vereinigung e.V.

13.01.2026

Grundwasserneubildung: Prozesse, Methoden und Anwendungen

Themenheft der Zeitschrift Grundwasser

Jetzt Interessensbekundungen einreichen (bis 31.03.2026)

Die Grundwasserneubildung ist eine Schlüsselkomponente der Wasserbilanz. Daher ist deren präzise Bestimmung von zentraler Bedeutung für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Grundwasserressourcen. Durch die wachsenden Anforderungen der Wassernutzung, die Auswirkungen des Klimawandels sowie die zunehmenden Nutzungskonflikte rückt die Bestimmung der Grundwasserneubildung mit ihrer räumlich-zeitlichen Dynamik immer stärker in den Fokus bei der Planung von Wasserversorgern und Behörden. Eine belastbare Abschätzung und Prognose der Neubildungsraten ist entscheidend für die langfristige Sicherung der Ressource, die Ausweisung von Wasserschutzgebieten, die Abschätzung von qualitativer Beeinträchtigung sowie die Grundwassermodellierung zukünftiger Szenarien unter sich verändernden Randbedingungen. Um den steigenden Bedarf an Grundwasser durch menschliche Nutzung zu decken und dabei den Bedürfnissen der natürlichen Ökosysteme gerecht zu werden, werden zunehmend Maßnahmen zur natürlichen oder künstlichen Grundwasseranreicherung entwickelt, die ebenfalls bewertet werden müssen. Auch Aspekte der Grundwasserqualität, beispielsweise hinsichtlich der Verlagerung von Pflanzennährstoffen von landwirtschaftlich genutzten Flächen in das Grundwasser oder das Verhalten von organischen Spurenstoffen bei der künstlichen Grundwasserneubildung, gewinnen an Bedeutung.

Die Bestimmung der Grundwasserneubildung ist jedoch mit erheblichen Herausforderungen verbunden. Aufgrund der Vielzahl von Prozessen, Einflussfaktoren und der räumlichen wie zeitlichen Variabilität kommen typischerweise unterschiedliche methodische Ansätze zum Einsatz. Jede Methode bringt eigene Stärken, Unsicherheiten und Voraussetzungen mit sich. Auch die Frage der Skalierbarkeit – von Punktmessungen bis hin zu großräumigen Modellregionen – ist relevant. Der Vergleich unterschiedlicher Ansätze und der interdisziplinäre Austausch leisten daher einen wichtigen Beitrag zum besseren Verständnis der Grundwasserneubildung.

Mit diesem Themenheft möchten wir ein breites Spektrum an Beiträgen zusammentragen, das den aktuellen Stand der Forschung, neue methodische Entwicklungen sowie anwendungsorientierte Fallstudien rund um das Thema Grundwasserneubildung abbildet. Dabei sind auch Beiträge aus der behördlichen Anwendung und der ingenieurtechnischen Planung ausdrücklich erwünscht – etwa zu bewährten Verfahren, Monitoringstrategien oder Bewertungsansätzen. Ziel ist es, den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis zu fördern, methodische Ansätze vergleichend darzustellen und neue Erkenntnisse zu diskutieren. Der interdisziplinäre Charakter dieses Themas bietet die Möglichkeit, die Herausforderungen einer sicheren und nachhaltigen Grundwasserbewirtschaftung gemeinsam anzugehen.

Wir freuen uns auf Ihre Beitragseinreichung und einen anregenden Austausch in diesem Themenheft.

Wichtige Termine und Informationen:

  • Interessensbekundungen mit vorläufigem Titel und Kurzfassung bis Ende März 2026 an die Gasteditoren
  • Einreichung der Manuskripte bis 01. Juni 2026
  • Bis Anfang November müssen die Manuskripte abschließend überarbeitet und zur Publikation akzeptiert sein.
  • Veröffentlichung des Themenheftes im März 2027 (Heft 1/2027)

Gasteditoren:

Dr. Stephan Schulz
TU Darmstadt, Institut für Angewandte Geowissenschaften, Darmstadt, Deutschland
schulz@geo.tu-darmstadt.de

Dr. Paul Königer
BGR Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Hannover, Deutschland
paul.koeniger@bgr.de

cc-by Lena Scheiffele

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