FORTBILDUNG
Termin: 19.04.2027 - 20.04.2027
Anmeldeschluss: 18.03.2027
Ort: Erkner
Status: Es sind noch Plätze frei!
Die Bohrlochgeophysik liefert Informationen über den geologischen Untergrund. Dabei greifen verschiedene andere geowissenschaftliche Disziplinen wie z. B. die Hydrogeologie, die Ingenieurgeologie oder auch die Rohstofferkundung auf die Ergebnisse der Bohrlochgeophysik zurück. Geophysikalische Messungen können grundsätzlich in offenen Bohrungen des Locker- und Festgesteins sowie in Brunnen und Grundwassermessstellen durchgeführt werden. Das mögliche und zielführende Messprogramm und die Messmethoden unterscheiden sich aber je nach Art der Bohrung, den geologischen Verhältnissen, und der avisierten Fragestellung. Die dabei gemessenen geophysikalischen Parameter sind so unterschiedlich wie die Anwendungen geophysikalischer Bohrlochmessungen. Sie reichen von der Erfassung der Bohrlochgeometrie, der lithologischen Gliederung und Zuflussprofilierung, über die Bestimmung petrophysikalischer Formationseigenschaften und Porositätsabschätzungen bis hin zur Zustandskontrolle von Brunnen und Grundwassermessstellen. Insbesondere die Überprüfung der Ringraumfüllung und des Zustandes der Verrohrung bei Bestandsbrunnen und älteren Grundwassermessstellen ist eine wichtige Aufgabe der Bohrlochgeophysik.
Der eineinhalbtägige Kurs vermittelt physikalische und technische Grundlagen bohrlochgeophysikalischer Messverfahren. Darauf aufbauend wird der Einsatz von Bohrlochgeophysik für spezifische Fragestellungen in offenen und verrohrten Bohrungen systematisch behandelt. Die Vortragsanteile werden dabei mit zahlreichen Praxisbeispielen ergänzt und von praktischen Übungen zur Auswertung bohrlochgeophysikalischer Daten begleitet. Wesentlicher Bestandteil des Kurses ist außerdem eine praktische Vorführung von Bohrlochmessungen in einem Brunnen, wobei der Aufbau eines Messfahrzeuges, die Durchführung von Messungen und die on-site-Evaluation von Daten demonstriert werden.
Der Kurs richtet sich an Planungs- und Ingenieurbüros, Mitarbeitende von Behörden und Wasserversorgern sowie an Bohrfirmen. Er eignet sich als Einstieg in die Bohrlochgeophysik, aber auch zur Auffrischung und fragestellungsbezogenen Vertiefung. Grundkenntnisse in Physik sind hilfreich, werden aber nicht ausdrücklich vorausgesetzt. Allgemeine Erfahrung mit Excel-basierter Tabellenkalkulation sind für die Bearbeitung der Übungen erforderlich.
Prof. Dr. Jana Börner ist Professorin für Angewandte Geophysik am Institut für Geophysik und Meteorologie der Universität zu Köln. In Forschung und Lehre vertritt sie ein breites Spektrum geophysikalischer Methoden mit Schwerpunkten in der elektrischen und elektromagnetischen Geophysik, Petrophysik und Bohrlochgeophysik. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit geophysikalischen Labor-, Feld- und Berechnungsmethoden zur Anwendung in den Bereichen Monitoring, Frühwarnung und natürliche Ressourcen.
Dr. Gunther Baumann ist Geschäftsführer der Bohrlochmessung-Storkow GmbH, die seit mehr als 50 Jahren geophysikalische Untersuchungen, TV-Befahrungen und technische Spezialdienstleistungen in Aufschlussbohrungen zur Wasser-, Rohstoff- und Geothermischen Erkundung, sowie in Brunnen und Grundwassermessstellen durchführt. Er engagiert sich in der Regelwerksarbeit des DVGW sowie der europäischen Normungsarbeit des CEN zum Brunnenbau.
Bildungszentrum Erkner e.V.
Seestr. 39
15537 Erkner
Diese Gebühren beinhalten die Veranstaltungsunterlagen, die Übernachtung in einem Tagungshotel einschließlich Vollverpflegung ab Kursbeginn sowie den Transfer zum Wasserwerk Friedrichshagen.
Eine Anreise am Vorabend, den 18.04.2027, ist möglich (Zuzahlung in Höhe von 86,-€). Die Veranstaltung endet am 20.04.2027 gegen 13:00 Uhr am Wasserwerk.
Der Kurs ist auf 20 Personen begrenzt.
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Möchten oder müssen Sie Ihre Anmeldung zurückziehen, so ist eine schriftliche Benachrichtigung an fortbildung@fh-dggv.de erforderlich.
Stornierungskosten:
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