Folgen der Nutzung

Grundwasser unter Druck

Neben dem Klima hat auch der Mensch einen entscheidenden Einfluss. Wir pumpen das Grundwasser nicht nur aus dem Untergrund, um es zu trinken. Wir nutzen es auch im Haushalt, als Prozess- und Kühlwasser in der Industrie und für die Bewässerung in der Landwirtschaft.

Solange die Wasserentnahme nicht größer als die Grundwasserneubildung ist (Prinzip der Nachhaltigkeit), kommt es nicht zu dramatischen Wasserverlusten. In vielen Regionen der Welt wird aber viel mehr Grundwasser entnommen als sich wieder neubildet, vor allem für die Bewässerungslandwirtschaft. Dort sinkt der Grundwasserspiegel immer weiter, teils über 100 m. Wir müssen darauf achten, dass die Grundwassernutzung in Deutschland nachhaltig bleibt.

Neben der Wassermenge müssen wir aber auch die Qualität im Auge behalten. Durch menschliche Aktivitäten gelangen viele Stoffe ins Grundwasser, die nicht oder nur schwer wieder zu entfernen sind. Das können Rückstände von Medikamenten sein, die unser Körper nicht aufnehmen konnte und daher wieder ausscheidet. Eines der größten Probleme für die Grundwasserbeschaffenheit resultiert aus der Landwirtschaft, wo zur Maximierung der Produktion stickstoffhaltiger Dünger und Pflanzenschutzmittel zum Einsatz kommen und ins Grundwasser eingetragen werden. Besonders kritisch ist in diesem Zusammenhang die Massentierhaltung zu sehen, bei der große Mengen an besonders grundwasserschädlicher Gülle anfallen. Daher ist eine umweltverträgliche Landwirtschaft besonders wichtig für den Grundwasserschutz.

Zurück zu „Mehr über Grundwasser“