Niederschlag – Trockenheit – Versickerung

Grundwasserneubildung und Klima

Grundwasser ist Teil des Wasserkreislaufs. Zur Grundwasserneubildung trägt vor allem aus Niederschlag gebildetes Sickerwasser bei. Vereinfacht kann davon ausgegangen werden, dass es dort, wo es viel regnet, auch eine höhere Grundwasserneubildung gibt. Allerdings gibt es zahlreiche Einflussfaktoren, die sich auf die Neubildungsrate auswirken können. In welcher Form zeigt sich zum Beispiel der Niederschlag? Ist es Regen oder Schnee? Regnet es nicht so stark, dafür aber anhaltend? All das und noch viele weitere Punkte wirken sich auf die Grundwasserneubildung aus. So fallen bei einem sommerlichen Starkregen zwar große Regenmengen, aber bei hohen Sommertemperaturen wird der größte Anteil das Grundwasser nicht erreichen, sondern auf dem trockenen Boden oberirdisch abfließen oder direkt verdunsten.

Grundwasser reagiert grundsätzlich zeitversetzt auf das Wettergeschehen und auf Klimaveränderungen. Ein trockenes Jahr stellt oft zunächst kein Problem dar. Häufen sich aber die Zeiten der Trockenheit und nimmt die Verdunstung in heißen Sommern zu, wirkt sich das nach einer gewissen Zeit auch auf das Grundwasser aus: Es wird weniger und die Grundwasserspiegel sinken ab.

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