FORTBILDUNG
Termin: 11.03.2027 - 12.03.2027
Anmeldeschluss: 10.02.2027
Ort: Bad Soden-Salmünster
Status: Es sind noch Plätze frei!
Brunnen und Quellfassungen, die nicht mehr regenerierfähig sind und bauliche Schäden aufweisen, müssen saniert oder rückgebaut werden. Die bauliche Sanierung und der Rückbau können je nach Grad der Schäden mit verschiedenen Techniken ausgeführt werden. Dazu gelten die Regelwerksblätter des DVGW W 127 und W135 als allgemein anerkannte Regel der Technik. Da Brunnen und Quellfassungen individuell hergestellte und an den geologischen Untergrund angepasste Bauwerke sind, ist die Wahl der Sanierungs- oder Rückbautechnik vor allem von den hydrogeologischen Randbedingungen, der Tiefe, dem Durchmesser der Brunnenbohrung oder der Quellstränge, den konstruktiven Eigenschaften (z.B. das damalige Herstellungsverfahren beim Neubau) und den meist stark gealterten Ausbaumaterialien abhängig.
In dem Kurs werden die Ursachen für Schäden und Defekte an Brunnen und Quellfassungen, die zu Sanierungsarbeiten oder zum finalen Rückbau führen, die Erkundung der brunnenausbautechnischen und hydrogeologischen Randbedingungen des Standortes und Ausführungsbeispiele besprochen und diskutiert. Dabei sollen auch die bisherigen Erfahrungen der Teilnehmenden einbezogen werden, vor allem bei der Abwägung von Chancen und Risiken der zur Verfügung stehenden Sanierungstechniken.
Die Referenten verfügen über langjährige Erfahrungen aus Forschung und Praxis zu den o. g. Themen. Der Kurs ist gedacht für Fachleute aus Ingenieurbüros und Wasserversorgungsunternehmen, die mit den o. g. Problemen befasst sind, aber auch für Mitarbeitende von Behörden, die die Maßnahmen zur Genehmigung vorgelegt bekommen.
Der Kurs ist auf 25 Personen begrenzt. Für die erfolgreiche Teilnahme wird ein Zertifikat ausgestellt.
Prof. Dr. habil. Christoph Treskatis, Hydrogeologe, Studium und Dissertation an der RWTH Aachen, Habilitation an der TU Darmstadt für das Fachgebiet Grundwasserbewirtschaftung am Fachbereich Bauingenieurwesen, bis Ende 2024 Lehre an der TU Darmstadt am IWAR und wissenschaftlicher Leiter Wassergewinnung und Brunnenbau bei der Bieske und Partner Beratende Ingenieure GmbH, Lohmar; aktuelle Lehraufträge an der Universität Münster und an der Bauhaus-Universität Weimar im Rahmen der berufsbegleitenden Ausbildung von Netzingenieuren und Quereinsteigern in die Wasserversorgungstechnik; zahlreiche Publikationen in Fachzeitschriften (inkl. die Veröffentlichung von Fachbüchern für das Fachgebiet der Wassergewinnung); aktuell „Senior Hydrogeologist“ bei der AcquaFutura GmbH in Marktoberdorf im Rahmen von Maßnahmen bei der Rehabilitierung von Wassergewinnungsanlagen (Trinkwasserbrunnen und Quellfassungen) und zur konzeptionellen Vorbereitung von Maßnahmen bei der Quellen- und Brunnenregenerierung und -sanierung.
Prof. Dr. Georg Houben, Dipl.-Geol., Fachbereichsleiter an der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) für Grundwasserressourcen, Studium an der RWTH Aachen und University of Hawaii at Manoa, Promotion an der RWTH Aachen. Seit 2003 Lehrbeauftragter an der Leibniz-Universität Hannover, seit 2021 Honorarprofessor. Zahlreiche Forschungsprojekte und Publikationen im In- und Ausland zu hydrogeologischen und geochemischen Fragestellungen.
Trip Inn Landhotel
Brüder-Grimm-Straße 21
63628 Bad Soden-Salmünster
Diese Gebühren beinhalten die Veranstaltungsunterlagen sowie die Übernachtung in einem Tagungshotel einschließlich Vollverpflegung ab Kursbeginn.
Eine Anreise am Vorabend, den 10.03.2027, ist möglich (Zuzahlung in Höhe von 91,40 €).
Zum Anmeldeformular Flyer als PDF
Möchten oder müssen Sie Ihre Anmeldung zurückziehen, so ist eine schriftliche Benachrichtigung an fortbildung@fh-dggv.de erforderlich.
Stornierungskosten:
Details zu Anmelde- und Rücktrittsbedingungen